Blogtour: Tracy Banghart mit „Iron Flowers“

Hallo meine Lieben!
Heute ist der erste Mai und ich möchte euch heute eine neu entdeckte Autorin vorstellen: Tracy Banghart! Gestern haben wir bei Corni Holmes „Iron Flower: Die Rebellinen“ schon eine schöne Buchvorstellung lesen können 🙂 Was die Autorin Banghart ausmacht, erfahrt ihr jetzt….

Klappentext zu „Iron Flowers: Die Rebellinen“  

In einer Welt, in der Frauen und Mädchen keine Rechte haben, ist Serina und Nomi ihr Schicksal vorgegeben: Die pflichtbewusste Serina muss sich darum bemühen, eine Grace zu werden – eine der schönen und angesehenen Hofdamen im Palast des Thronfolgers -, während ihre rebellische Schwester Nomi ihr als Magd dienen soll. Doch dann kommt alles anders und die Schwestern kämpfen mit eisernem Willen darum, ihren Käfigen zu entfliehen – und anderen Mädchen und Frauen einen Weg in die Freiheit zu ebnen.

Buffy, Verlagswelt und Familie 

Foto: April Anft
Tracy stammt aus Maryland. Im zarten Alter von 5 Jahren hat sie die Welt der Geschichten für sich entdeckt und innerhalb ihrer Lesejahre eine starke Liebe für die Autoren Robin McKinley, Cynthia Voigt, Madelaine L’Engle, L. M. Montgomery, Charles Dickens und L. J. Smith entwickelt. Auch ihre Schreibkarierre startete sie mit 5. Ihre erste Geschichte hieß: Die Katze, der Hund und der Vogel.
Ihren Bachelor machte sie im Fach Englisch an der Davidson College. Danach lebte sie eine Zeit lang in Canada und D.C bevor sie einen Master in Publishing an der Oxford Brookes University machte.
Nach diversen Jobs in der Verlagswelt, überzeugte sie ihr Mann dazu, Vollzeit Autorin zu werden. Für die Familie ein riesen Vorteil, denn jetzt kann sie mit ihrem Mann mitreisen, der nämlich durch seinen Job bei der Army, sehr viel unterwegs ist. „Iron Flowers: Die Rebellinen“ hat sie zum Beispiel in Hawaii geschrieben.
Tracy Banghart hat einen Sohn und diverse Haustiere. Ihr großes Idol ist Buffy Summers und sie haben schon zusammen so einige Vampire bekämpft.
Die Autorin versteht das Schreiben als eine Mission: Sie möchte starke Frauenfiguren in Szene setzen, Frauenfreundschaften schreiben und Geschichten zeigen, in denen Frauen für ihre Rechte einstehen und kämpfen.
Fun fact: Als Kind wurde sie bei einem Kanu-Trip mit ihrem Dad von einem Helikopter gerettet. Vielleicht kommt da ihre Lust auf Abenteuergeschichten her?!

Meinung zu „Iron Flowers: Die Rebellinen“

In der Geschichte lernen wir Serina und Nomi kennen, zwei Schwestern aus Belleaqua. Alle drei Jahre wählt das Dorf eine Anwärterin aus, die dann bei Hofe sich für das Leben einer Grace bewerben darf. Dieses Jahr fällt die Wahl auf Serena. Alle sind furchtbar stolz, dass Serina die Chance bekommt für den Thronfolger des Regenten eine Grace zu werden. Aber was genau auf eine Grace? Graces sind wunderschöne Frauen, die ihr Leben lang trainiert wurden, um zu gefallen und zu dienen. Sie müssen jeden Wunsch des Regenten erfüllen und Leben ihr ganzes Leben im Regentenpalast, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Während Serenas größter Wunsch ein Leben als Grace ist, ist genau das Nomis schlimmster Albtraum. Sie ist Grace Schwester und genau das Gegenteil von Serina: wild, rebellisch, ungezähmt. Außerdem hat sie ein gefährliches Geheimnis, dass nicht vom Regime entdeckt wegen darf. Nomi wird von der Familie ausgesandt, Serena als Magd am Hof zu dienen und so reisen beide an den Hof, um Prinz Malaki zu überzeugen.
Als beide am Palast ankommen wird schnell klar, dass die Konkurrenz riesengroß ist. Ein Mädchen ist schöner als die Andere. Während Serina sich für das Treffen mit den Thronerben Malaki bereit macht, schleicht Nomi durch den Palast. Hier entdeckt sie die Bibliothek und ist direkt verliebt: so viele Bücher hat sie noch nie gesehen! Als sie ihr Lieblingskinderbuch entdeckt, stielt sie es kurzerhand aus der Bibliothek. Und genau da beginnt das Unglück, denn Frauen dürfen in Viridia weder lesen noch schreiben….
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn Bandhart hat hier zwei Protagonistinnen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein können. Serena ist die gefolgsame, wunderschöne und unterwürfige Frau, die ihr Leben dem Regenten unterordnen möchte. Nomi ist aber entschlossen, sich gegen die diskriminierenden Regeln des Systems aufzulehnen. Sie ist rebellisch und störrisch und kämpft für sich und andere.
Beide werden sehr schnell getrennt und führen dann eine eigene Storyline, sodass sich beide auch schön entwickeln, was mir besonders gute gefallen hat. Insgesamt ist es ein sehr düsteres Setting. Es geht viel um Macht und Machtmissbrauch, Überleben und den Kampf, sich selbst sein zu können. Da Frauen in Viridia sehr stark objektiviert sind, hatte ich die ganze Zeit ein richtig ungutes Gefühl im Bauch. Es muss schrecklich sein, in so einer Welt zu leben.
Ich empfinde die Thematik als schwierig, da hier psychischer und physischer Missbrauch angedeutet werden, Vergewaltigung, Gewalt,   Mord und eine Art Prostitution. Deswegen ist es für mich keine geeignete Geschichte für Jugendliche. Ich würde eine Altersempfehlung ab 16 rausgeben.
Insgesamt gefällt mir „Iron Flowers: Die Rebellinen“ gut, denn es ist wirklich wahnsinnig spannend und zwischen durch auch romantisch. Außerdem gibt es viele Botschaften die Banghart gut eingearbeitet hat, über die man selber nachgrübelt. Was besonders gut gefallen hat waren die beiden Sprecherinnen Coco Plümer, Theresa Horeis. Sie haben ihren Charakter genau die richtige Tonalität gegeben. Serina ruhig, gesittet und lieblich. Nomi keck, unruhig und kratzig.  I like!!
Ich freue mich schon auf Band Nr. 2.
Gewinnspiel:
Naaaa, seid ihr neugierig geworden?! Dann könnt ihr nun 1 von 3 Hörbüchern gewinnen! Dazu müsst ihr folgende Frage hier in den Kommentaren beantworten:
Wenn ihr in Viridia leben würdet, würdet ihr ebenfalls wie die beiden Schwestern für eure Rechte kämpfenden wollen?
Das Gewinnspiel endet am 5. Mai 2018 um 24. Uhr. Unter allen richtigen Antworten lost das JUMBO Verlags-Team drei GewinnerInnen aus, die das Hörbuch “Iron Flowers” erhalten. Der Gewinn wird nicht in bar ausbezahlt. Die GewinnerInnen werden schriftlich benachrichtigt. JUMBO-Mitarbeiter und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Deine Daten werden nur für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Und so sieht unsere Blogtour aus:

30.04. Die Bücherwelt von CorniHolmes
01.05. Zeilenfuchs
Bis bald, eure Momkki!

11 thoughts on “Blogtour: Tracy Banghart mit „Iron Flowers“

  1. Guten Morgen!
    Die Autorin sieht richtig sympathisch aus, dein Foto ist auch echt klasse!
    So, wie du das Buch beschreibst, hat die Story wenig mit einer Cinderellawelt zu tun, wie ich anfangs vermutete. Die Frauen werden als Spielzeug und Sklavinnen gehalten und dürfen kein Wissen erlangen, damit sie sich nicht auflehnen? da würd ich auf jeden Fall gegenan gehen, das geht ja gar nicht! Vor allem würd ich die anderen Frauen mobilisieren, denn gemeinsam werden wir etwas erreichen!
    LG und noch einen schönen 1. Mai., Christina P.

  2. Huhu,
    ich denke ja. Sicher wird es nicht einfach sein und ich hoffe nicht allein kämpfen zu müssen, sonst würde ich wohl nicht den Mut und die Kraft aufbringen.
    Aber ich kenne es nun so wie es jetzt ist und ich könnte es mir nicht vorstellen keine Rechte zu haben.

    LG Manu

  3. Auch hier ein klares Ja. Jeder sollte für seine Rechte Einstehen und wenn nötig auch dafür kämpfen.

    Liebe Grüße,
    Wayland

  4. Hallo und vielen Dank für den zweiten Teil der Blogtour zu “Iron Flowers”.
    Es war schön zu lesen, welchen Hintergrund Tracy Banghart hat.
    Natürlich würde ich um meine/unsere Rechte kämpfen und meine Schwester wäre sicherlich auch mit dabei. Alleine ist das Kämpfen oft ziemlich anstrengend, deshalb hilft es, sich einen Partner zur Seite zu holen, denn gemeinsam geht alles ein bisschen einfacher!

    Herzliche Grüße sendet
    Barbara

  5. Hallo Meike,

    Vielen Dank für die Hintergrundinformationen zu diesem tollen Buch /Hörbuch. Auch heutzutage ist es noch wichtig, für die Rechte jeder Personengruppe (egal ob ethisch, oder nach Geschlechtern getrennt, Hautfarbe oder besonderen Eigenschaften ) zu kämpfen, denn auch heutzutage haben wir noch nicht das Optimum erreicht. Daher setzte ich mich auch heute für die Rechte derer ein und wir alle können das machen, indem wir z.B. darauf achten keine Produkte aus Kinderarbeit zu kaufen, uns für eine Schulausbildung für Mädchen bzw. Kinder einsetzen. Es gibt so viele Ansatzpunkte….

    Viele Grüße
    Solveig

  6. Danke für diese Einblicke.
    Ich denke, dass wir immer noch etwas haben, wofür gekämpft werden muss. Zu viele Personengruppen werden noch diskriminiert (wegen ihrer Hautfarbe, ihres geschlechts, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder wegen anderer Merkmale) und wir alle können uns auch im kleinen für eine Gleichberechtigung einsetzen. Sei es, dass wir darauf achten, keine Produkte zu kaufen, die durch Kinderarbeit entstanden ist. Das ist das rolle, dass wir alle etwas machen können.

    Ich freue mich schon auf die nächsten blogbeiträge und hoffe auf noch mehr Input.
    Viele Grüße

  7. Hallo,
    ich glaube, dass ich in einer solchen Situation auch für meine Rechte kämpfen würde, allerdings würde ich natürlich vorsichtig sein müssen, denn so wie die Situation in dem Land beschrieben wird, erinnert es stark an eine Art Diktatur und beim Kampf um die Rechte muss man abwägen und aufpassen, dass man nicht sofort “mundtot” gemacht wird. Aber ich würde mir auf jeden Fall Mitstreiterinnen suchen, denn gemeinsam ist man ja stärker.

    Liebe Grüße, Jutta

  8. es ist immer schwer zu sagen, wie man sich in Situationen verhält, die man sich eigentlich schwer vorstellen kann, aber ich denke, ich würde in so einer Situation auch andere Kräfte entwickeln und Kampfeswillen zeigen (müssen!)

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