Unsterblich – Jens Lubbadeh

Hallo Zusammen 🙂

Heute bin ich seit langem mal wieder dystopisch unterwegs. Ich brauchte mal wieder was schönes, spannendes aus dem Sci-Fi/Dystopie-Genre. Jens Lubbadeh verpackt in seinem Buch einige wichtige Fragen der Gegenwart. Wie online muss man sein? Wie weit sollte das Weltgeschehen sich auf eine Instanz reduzieren? Und zum Schluss noch eine Frage, über die seit Jahrhunderten diskutiert wird: Ist die Unendlichkeit anstrebenswert?
Inhaltsangabe von Heyne:
Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Meine Bewertung:
Der Klappentext ist schon mal vielversprechend – das tolle Cover tut dann sein übriges. Echt tolles Design! Kari programmiert digitale Kopien des öffentlichen Lebens und wird deswegen in einen ganz heißen Fall miteinbezogen, der die Menschen in Panik versetzt. Die digitale Kopie von Marlene Dietrich ist verschwunden. Kari, der nicht nur an ihrer Schöpfung beteiligt war, sondern auch ein riesen Fan und Bewunderer ist, deckt Stück für Stück Marlenes Verschwinden auf und darüber hinaus auch einiges an Korruption und Manipulation. Ist die Ewigkeit für die Menschheit gefährdet?

So begeistert ich von der Story zu anfangs war, so schnell hat die Spannung und damit meine Faszination dann auch abgeflacht. Es kommen immer mal wieder packende Stellen vor, insgesamt finde ich es aber zu detailreich. Kennt ihr Bücher, in dem der Autor eine wichtige Info oder Gegebenheit einführt, bevor er sie für die weiterführende Handlung – zwei Seiten später! – zwingend benötigt? Das ist mir hier vermehrt aufgefallen. Ich empfinde das immer als relativ ungeschickt und unschön. Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich bin aufgrund der vielen Details oft abgeschweift oder hab den Fanden verloren. Auch persönliche Empfindungen werden oft einfach nur kurz erwähnt, obwohl sie die Lösung einiger immer wiederkehrenden Fragen des Lesers sind. Nehmen wir zum Beispiel das riesen Fragezeichen (meinerseits) rund um Hannah. Was zum Teufel hat Sie für einen Sinn in der Geschichte??? Gegen Ende des Buches wird dann mal eben die Lösung eingeschoben, mitten im Finale. Insgesamt bewerte ich das Buch mit 2/5 Sternen.

Bis bald:) Eure Momkki.

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