Arun Gandhi: „Wut ist ein Geschenk“ – Mit Meditation den Geist stärken

Hallo meine Lieben,

nachdem ich euch ja schon von Gandhis Wut-Tagebuch erzählt habe, gibt es noch eine weitere tolle Übung, die ich mit euch teilen möchte. In Arun Gandhis Hörbuch „Wut ist ein Geschenk“ geht es darum, Wut als ein Treibstoff für den Menschen anzunehmen und die positiven Eigenschaften der Wut für sich zu nutzen. Wut zwingt uns zu benennen, was richtig und was falsch ist. Aber wie gehen wir mit den negativen Eigenschaften von Wut um? Dem Gefühl, wenn sich der Magen vor Wut zusammenkrampft, die Wut unsere Gedanken Karussell fahren lässt oder wir nur eins wollen: Rache, die nicht selten in Gewalt endet (egal ob psychischer oder physischer Art). Gandhi hat Zeit seines Lebens gegen Gewalt protestiert und war der vollen Überzeugung, dass nur ein starker Geist „Wut als Geschenk“ annehmen kann.

Während seiner Zeit bei Mahatma Gandhi muss auch Arun lernen, wie er mit seiner Wut umgehen, leben und sie für sich nutzen kann. Nachdem er Opfer einer rassistischen Mobbing-Attacke geworden ist, fragt er seinen Großvater, wie er es schaffen soll, seine Wut loszulassen. Hier sagt Gandhi:

„Wir verbringen viel Zeit damit einen starken und gesunden Körper aufzubauen, aber sehr wenig Zeit einen starken und gesunden Geist aufzubauen […] Wer seinen Geist nicht kennt und lenken kann, gerät in Wut und sagt oder tut Dinge die er später bereut.“

Für einen starken und gesunden Geist rät Gandhi seinem Enkel, sich in der Kunst der Meditation zu üben. In der Meditation können wir uns ganz auf uns selbst konzentrieren und Ruhe finden. Hierzu benennt er eine Übung: Man nehme ein schönes Bild oder eine Blume. Nun versucht man sich ganz auf das Objekt zu konzentrieren und es in seinem Geist festzuhalten. Wichtig dafür ist ein Raum ohne Ablenkung. Es geht darum sich von allen Ablenkungen abzuwenden und sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Man kann diese Übung auch ohne Bild machen und sich auf die Atmung konzentrieren. Zu Anfang wird es noch schwierig sein, dass Bild vor seinem inneren Auge festzuhalten. Ihr kennt das bestimmt auch, ihr erinnert euch an einen geliebten Menschen, könnt aber vor eurem geistigen Auge kein klares Gesicht erkennen. Je länger die Übung praktiziert wird, desto detailreicher wird die Erinnerung.

Bei der Meditation wird das Bewusstsein gestärkt und es kommen immer wieder Gedanken, Emotionen und Erlebnisse ans Licht, die schon lange im Unterbewusstsein sind, aber durch die vielfältige Ablenkung im Alltag nicht bewusst werden.

Ich habe die Meditationsübung ebenfalls schon einige Male ausprobiert und finde es aktuell noch schwer, mehrere Minuten ganz still in mich hineinzuhorchen oder gezielt nachzudenken. Im Alltag greife ich – unbewusst – in jeder freien Minute zum Smartphone und lenke mich ab. Es ist ein komisches Gefühl plötzlich nichts zu tun und nur der Atmung zu lauschen. Oft habe ich ein so lautes Hintergrundrauschen, dass ich meine Gedanken gar nicht mehr hören kann. Ich versuche jeden Tag ungefähr 10 Minuten zu üben, habe allerdings noch keine richtigen Effekte zur Steigerung meiner Resilienz feststellen können. Aber das Meditieren entspannt mich und das ist schon mal was! Die ersten Versuche sind mir tatsächlich sehr schwer gefallen, an ganz unruhigen Tagen breche ich das Meditieren auch ab. Aber es stimmt schon was Gandhi sagt: Wenn man sich eine Zeit lang ganz auf sich konzentriert, kommen einem Gedanken in den Kopf, die man bislang gar nicht bewusst wahrgenommen hat. Und sollten wir nicht alle uns selbst bewusst sein?!

Ich werde definitiv weiter üben und versuchen meinen Geist zu stärken. Ich sehe es ein bisschen wie ein regelmäßiges Sporttraining, nur das der „Muskel“, der trainiert wird mein Geist.

Die Rezension zu dem Hörbuch „Wut ist ein Geschenk“ könnt ihr hier lesen.

Mit einem leisen ommmm sage ich bis bald!

Eure Momkki.

One thought on “Arun Gandhi: „Wut ist ein Geschenk“ – Mit Meditation den Geist stärken

  1. Hey!
    Ich bin auch überhaupt nicht mit Meditationen klar. Wie du schon sagst. Wir sind es gewöhnt, immer irgendetwas zu tun. Fernsehen, lesen, am Handy spielen. So einfach nur ruhig auf dem Sofa sitzen und den Gedanken nachhängen fällt uns schon schwer. Meditieren ist nochmal eine andere Nummer. Ich denke aber auch, und das stellst du ja auch schon fest, dass es entspannen kann, wenn man sich wirklich darauf einlässt.
    Hab einen schönen Sonntag
    LG
    Yvonne

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