Sebastian Fitzek im Gespräch: lit.Cologne

Thriller-Fans, Ahoi!

Ich war vorgestern bei „65, Most wanted! Sebastian Fitzek, der Meister des Psycho-Thrillers„. Es war ein richtig cooler Abend! Zum einen hat Fitzek aus dem Nähkästchen geplaudert, zum anderen hat er dann auch noch aus seinem neuem Buch „AchtNacht“ vorgelesen.

Fitzek schreibt seit 2006. 10 Bestseller kann er schon vorweisen und alle hat er im gleichen Genre geschrieben: Psychothriller. Die Standardfrage, die ihm häufig gestellt wird, kam natürlich auch am Dienstag auf: Muss man nicht total Psycho sein, um sowas blutiges Schreiben zu können? Nein eben nicht. „Ein Psychopath zeichnet sich ja dadurch aus, dass er gar keine Emotionen hat, dass er gar nicht weiß, was Leid ist. Und er würde dann über einen Mord schreiben: Ja, hab ihn umgebracht.“ Fitzek sagt, dass er beim schreiben sogar seine Ängste bekämpft. „Es hilft diese Ängste in Papierform zu bringen, sie zu katalogisieren. […] Sie sind nicht weg dadurch, sie sind nicht verarbeitet, aber bearbeitet.“

Seine Inspirationen nimmt er sich aus dem Alltag. „So entstehen Geschichten aus der Realität – zugegeben eine etwas merkwürdige Realität und dann einmal noch um die Ecke gedacht“. Zudem hat er wohl das Glück, häufig in öffentlichen Verkehrsmitteln angesprochen zu werden – hier sind schon einige gute Protagonisten entstanden. Letztendlich inspiriert ihn der Alltag: „Keine künstlerische Leistung kommt rein aus der Luft heraus – Wir werden von der Realität beeinflusst, in Kunstwerken, in der Musik ist das ganz auffällig, da werden teilweise ja auch Sachen gesampelt.“

Seit 2010 ist Fitzek Familienvater. Hier bekommt er regelmäßig von seiner Frau „Erzählverbot“. Wenn Papa nämlich „was gruseliges“ erzählen soll,  kann es schon mal sein, dass die Kinder (insg. 3) nicht mehr schlafen können, weil da plötzlich so ein grün-augiges Monster im Wandschrank sitzt. Dagegen hat Fitzek aber einen tollen Trick entwickelt: Monsterspray. Dazu klebt man einfach einen Sticker  á la Ghostbuster-Logo auf eine Raumduftdose und sprüht in alle gruselig, dunklen Ecken. Fitzek: „Danach stinkt zwar alles nach Lavendel, aber es funktioniert.“

„AchtNacht“ wurde von dem Horror-Movie The Purge inspiriert. Fizekt über das Schreiben von „AchtNacht“: „Hier gab es eine Initialzündung.“ Er war im Kino und hatte sofort eine Idee. In „AchtNacht“ wird das Gerücht gestreut, es gäbe eine Todeslotterie. Derjenige, der hier ausgelost wird, ist vogelfrei und sein Mörder bekommt 10 Millionen Euro Kopfgeld. Zentral geht es um die Frage: Ist ein derartiges Ausmaß an Fakenews real? Wird die Todeslotterie von der Gesellschaft abgelehnt oder verbreitet sich das Gerücht durch Sensationslust und Habgier und wird irgendwann Wirklichkeit? Das Grundkonstrukt kann man also mit The Purge vergleichen, inhaltlich geht es aber bei The Purge und „AchtNacht“ um etwas ganz anderes. „AchtNacht“ fokussiert sich nicht auf die Täter, sondern auf die Entwicklung der Fakenews und die Opfer. Ich freue mich schon richtig auf das Buch, ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein Exemplar vor Ort zu kaufen und signieren zu lassen 🙂

Lea von Liberiarium, Philip von Book Walk und Ich bei Fitzek in Köln

Die Überraschung des Abends kommt natürlich ganz zum Schluss: Fitzek geht fremd. Und zwar seinem Genre. Er hat nämlich ein Kinderbuch geschrieben „Pupsi und Stinki„, dass seit dem 01.03 bei Droemer Knaur erhältlich ist. Es ist tatsächlich „nebenbei“ entstanden. Zuerst waren seine Kinder Zuhörer, dann illustrierte ein Freund die Geschichte und der Kindergarten durfte testlesen. Schon war Pupsi und sein bester Freund Stinki geboren und in Druck. „Ich glaube, das macht den Kindern am meisten Spaß. Meine Tochter sagt immer: „Papa, du machst so viel Quatsch“ und deswegen habe ich auch sehr viel Quatsch da rein geschrieben“. Hier geht es um Pupsi, der gerne pupst und deswegen gehänselt wird. Nun lernt er aber das Stinktier Stinki kennen, dass nicht stinken kann. Die beiden werden unzertrennliche, beste Freunde und sind fortan gemeinsam stark!

Es war wirklich ein sehr gelungener Abend! Die beiden Bloggerkollegen Lea von Liberiarium und Philip von Book Walk waren auch mit bei Fitzek – es ist wirklich immer schön sich auszutauschen und Top-Autoren gemeinsam zu erleben! Fitzek war sehr offen und hat witzige und spannende Pointen seines Lebens erzählt. Als Zuhörer hatte man wirklich das Gefühl den Autor „hautnah“ zu erleben. Weiteres Highlight:  Im Anschluss der Veranstaltung hat er wirklich mit JEDEM Gast (der wollte) Fotos gemacht und Bücher signiert, in aller Seelenruhe.

Ein großes Dankeschön an Sebastian Fitzek, die lit.Cologne und Droemer Knauer für diesen tollen Abend!

Leider war Fitzek mein letztes Event auf der diesjährigen lit.Cologne. Ich freue mich aber auf die lit.Ruhr, die ja im Oktober erstmalig stattfinden soll.

Bis bald, eure Momkki.

 

5 thoughts on “Sebastian Fitzek im Gespräch: lit.Cologne

  1. Hallo liebe Meike,
    ich habe bis heute nicht ein Buch von Sebastian Fietzek in die Hand genommen, weil ich mir nicht sicher bin, ob seine Bücher mir nicht vielleicht zu blutig-unheimlich sind, aber ich komme nicht umhin zuzugeben, dass dieser Mann wirklich wahnsinnig sympathisch ist. Vor einiger Zeit saß er beim Frühstücksfernsehen und ich hätte ihm Stunden zuhören können. Und nun gibts auch noch dieses verboten süß klingende Kinderbuch von ihm, das ich morgen sofort für meinen Piraten bestellen muss! Wenn Mama schon keinen Fietzek liest, dann wenigstens er, hehe.

    Ich finde es toll, dass ich so eine schöne Zeit hattet.
    Ganz ganz liebe Grüße
    Maike

    1. Hallo liebe Namenspatin!
      Ja, ich finde das Buch ist echt Zucker! Allein die Entstehungsgeschichte dazu :-))))

      Ich habe Achtnacht angelesen und muss sagen, dass es bisher nicht blutig zugeht. Es ist geht viel mehr um die Psyche der Protagonisten.
      LG Meike

      1. Vielleicht sollte ich dem guten Herrn Fietzek dann doch mal eine Chance geben. Wobei .. nicht, dass ich hinterher total gaga bin. Hm. Ich lasse meinen Sohn besser doch erstmal vortesten. xD

        Ganz liebe Grüße und einen wundervollen Wochenanfang
        Maike

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