Echt Ich! von Rhiannon Shove

Hallo zusammen!

Ich möchte heute meine Meinung zu „Echt Ich!“ von Rhiannon Shove los werden. Ich habe das Buch beim schmökern auf der Randomhouse-Website entdeckt und fand das Grundprinzip sehr interessant. So ein paar Fragen zum Grübeln und sich selber besser kennenlernen, ist ja mal nicht schlecht. Oft lebt man ja so vor sich hin, ohne sich konkrete Gedanken zu machen (ich zumindest).

Klappentext und Aufmachung haben sich super angehört, also habe ich es mir in der Buchhandlung um die Ecke bestellt.

Inhaltsangabe der Verlagsseite:

Ein Buch wie eine Zeitkapsel: So wie jetzt wirst du nie mehr sein. „Echt ich!“ hilft auf kluge und inspirierende Weise, sich selbst zu finden – mit allen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, Plänen und Träumen. Durch Gedankenspiele und kreative Fragen – zum Ausfüllen und Ankreuzen. So entsteht ein einzigartiges Bild des Menschen, der man gerade ist: festgehalten für die Ewigkeit.

Meine Meinung zu „Echt Ich!“ :

Ich habe mich richtig auf das Buch gefreut, da bisher die Rezensionen im Netz durchweg positiv waren. Der Umschlag und die Einleitung machen Lust auf Denken, Fühlen, „sich selbst erleben“. Hochmotiviert bin ich dann dem Motto „WLAN aus, Stifte raus“ gefolgt und habe querbeet Fragen beantwortet. Es gibt drei Kapitel: Vergangenheit/Jetzt/Zukunft. Wie sich schnell herausstellte, werden weniger Fragen gestellt, sondern es sind viel mehr Aussagen, die beantwortet werden wollen. Diese lauten in die Richtung „Deine drei besten Eigenschaften:“  oder „Was du mit 1000 sofort machen würdest“ etc.

Einige Aufgaben sind auch kreativ gestaltet, sodass man z.B. ein Kuchendiagram über seine Tagesaktivitäten machen soll, oder ein Songtext über sein Leben in  Minuten schreiben soll. Das sind dann Aufgaben die witzig sind und Spaß machen. 90% der Aufgaben sind allerdings STANDARD-Aussagen wie „Schreibe drei Dinge auf, die du nicht magst“, „Der erste Song der dir gerade in den Sinn kommt“ usw. In den wenigsten Fällen musste ich wirklich DENKEN und sich mich mit mir beschäftigen. Teilweise kam „Echt Ich!“ mir vor, wie eine Beispielvorlage an Eisbrechern für Speeddatings. Die Krönung war dann, das ich mir ausdenken sollte, welcher von meinen Kollegen und Freunden, in welche Art Typ passt. Schubladendenken hoch10, in einem Buch, dass a) sich um mich, nicht um Andere drehen sollte und b) doch genau diese Denkmuster lösen sollte?

Schubladendenke a la 7. Klasse braucht keiner. Das könnte auch ein Artikel aus der Abizeitung sein. Ich finde „Echt Ich!“ leider sehr enttäuschend. Standardfragen, keine neuen Impulse zum Nachdenken, blöde Vergleiche. Vereinzelt kreative Ansätze, aber im Großen und Ganzen hat sich meine Neugier auf das Buch nach den ersten 10 Minuten verflüchtigt. Und dafür dann 13€, na super :-((

Ich bewerte das Buch mit 1/5 Sternen. Es war nicht meins und hat mich zu „Mir“ gar nicht näher gebracht.

Bis bald, eure Momkki.

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