Die Spionin: Der erotische Mythos der Mata Hari

Hallo meine Lieben!

Am heutigen Samstag geht es um einen historischen Mythos! Ich bin schon immer von Geschichte fasziniert gewesen. Besonders das Mittelalter und die Kolonialzeit faszinieren mich, aber auch historische Persönlichkeiten und Künstler finde ich hochinteressant. So habe ich Anfang des Jahres das Hörbuch „Charlotte“ über Charlotte Salomon verschlungen, einer im 2. Weltkrieg ermordeten jüdischen Künstlerin. Nun ist mir die Geschichte „Die Spionin“ über Mata Hari von Paulo Coelho in die Hände gefallen – einer Performance-Künstlerin aus dem späten 19. Jahrhundert.

Inhaltsangabe von Diogenes:

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Meine Meinung zu „Die Spionin“

Die Geschichte um Mata Hari, der niederländisch-indonesischen Performance-Künstlerin, begeistert sofort! Auch wenn Coelho die Geschichte fiktiv inszeniert hat, beruht vieles auf wahren Begebenheiten. In seinem Epilog, Anmerkung und Dankansagung gibt er hier Details.

Margaretha Zelle wächst in einer niederländischen Provinz auf und lernt früh, dass ihre Welt von Männern dominiert wird. Schon in der Mädchenschule vom Direktor missbraucht,  ist sie gefangen in einer Welt in der sie nicht sie selbst sein kann. Sie fühlt sich eingeengt und flüchtet sich über eine Kontaktanzeige in eine Heirat mit einem Kolonial-Hauptmann. Und schon ist sie auf dem Weg in ein vermeintliches Abenteuer: Die niederländische-indonesische Kolonie. Hier bekommt sie zwei Kinder und muss eine sehr gewalttätige Ehe ertragen. Bei einem offiziellen Bankett lernt sie den klassisch-orientalischen Tanz kennen und ist sofort fasziniert. Die vollendet, sinnlichen Bewegungen der Künstler bringen sie in eine magische Sphäre. Nachdem sie dann einen Selbstmord hautnah miterleben muss, lässt sie Mann und Kind hinter sich und reist nach Paris, um dort fortan als Tänzerin und Performance-Künstlerin zu leben: Mata Hari ist geboren.

Coelho schafft es, den Mythos um Mata Hari wieder aufleben zu lassen. Er erzählt ihre Geschichte, in einem letzten Brief an ihre Tochter. Hier erinnert sie sich, erzählt von ihrer Verwandlung zu Mata Hari und berichtet, wie es dazu kam, dass sie zur falschen Zeit am falschen Ort sein konnte und so den Tod fand. Insgesamt geht es mehr um ihr Leben und dem Kampf gegen die starren Konventionen ihrer Zeit, sowie die Metamorphose zu Mata Hari, als um ihre Verurteilung zur Spionen und zum Tod.

Gelesen wird die Geschichte von Sven Görtz als Erzähler und Luise Helm als Mata Hari. Helm liest die Figur sehr gut und bringt vor allem ihren Zweifel und den Unglaube, völlig von ihren Kontakten in Stich gelassen worden zu sein, gut zur Geltung.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und ich bewerte es mit 4/5 Sternen.

Bis bald, eure Momkki.

2 thoughts on “Die Spionin: Der erotische Mythos der Mata Hari

  1. Hi Momkki,

    ich hatte das Buch schon im Blick und durch die Rezi landet es jetzt auf meiner Wunschliste. Ich bin Coelho Fan, mochte aber ‚Untreue‘ von ihm so gar nicht. Ich konnte ihn und alles was mich an seinen anderen Büchern immer fasziniert hat in ‚Untreue‘ nicht mehr finden. Musste jetzt erstmal ein paar Meinungen zu dem neuen Buch haben.

    Liebe Grüße
    Melli
    #litnetzwerk

  2. Hellou 🙂
    Ich kann Melli zustimmen, auch ich hatte es bereits im Blick, aber wieder aus den Augen verloren, dank dir, habe ich es jedoch jetzt auf meiner Wunschliste notiert! Danke dafür. Auch Charlotte hatte ich bereits auf dem Schirm, war aber nie überzeugt, aber ich glaube auch das werde ich mir wohl ansehen müssen. 🙂
    Liebe Grüsse
    Elodie

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